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1926
Friedrich Winnefeld sen. wurde 1. Vorsitzender. Von nun an schloss jede Sitzung mit einem Turnerlied. Erstmals kommt es zur Vorlage eines Haushaltsplans. Die erste Himmelfahrtstour wurde erwähnt (Hildesheim – Bad Salzdetfurth). Hermann Köhler gründete eine Schwimmabteilung. Das Vereinsabzeichen wird eingeführt. Ein gemeinsamer Antrag des „Arbeiter Turnvereins“, „Spiel und Sport“ und „MTV Eintracht Sehnde“ wurde an die Gemeindeverwaltung Sehnde gerichtet.
Zwecks:
1. Erweiterung des Sportplatzes (Ladeholz)
2. Bau einer Badeanstalt
3. Bau einer Turnhalle
Am Kanal bei Kilometer 14,5 baute MTV Eintracht eine Badeanstalt.

1927
Teilnahme an den Reichs-Jugend-Wettkämpfen. Gründung einer Ruderabteilung durch Georg Mensing und Kauf eines Bootes für 350,00 Reichsmark. Erstmalig wurde zum Erwerb des Reichssportabzeichens aufgerufen.

1928
Auftritt eines eigenen Musikzuges. Errichtung einer neuen Badeanstalt am Kanal durch die Gemeinde Sehnde. Der Bau eines neuen Sportplatzes (das heutige Waldstadion) in der Gemeinde ermöglicht die Durchführung des Bezirks-Turnfestes.

1929
Teilnahme am Bezirks-Turnfest in Algermissen. Ein Gau-Turnfest wurde in Sehnde durchgeführt. Gründung einer Handballabteilung. Der Verein bot folgende Aktivitäten an: Turnen männlich und weiblich, Faustball, Schwimmen, Rudern, Handball, Gymnastik, Volkstanz mit Musikgruppe, Keulenschwingen für Damen und Leichtathletik. Zur Mitgliedschaft im Verein musste folgende Bedingung erfüllt werden: Schriftliche Antragsstellung unter Benennung eines Bürgen! Nach Ablauf einer Probezeit wurde in der nächsten Monatsversammlung über den endgültigen Beitritt entschieden.

1930
Die „Sehnder Zeitung“ (Herzberg) wurde als Vereinsorgan empfohlen. Himmelfahrtwanderung im Ith, Teilnahme am 25-jährigen Stiftungsfest des Bermannvereins „Glück Auf“ und am Bezirks-Turnfest in Hohenhameln. Durchführung der Reichs-Jugend-Wettkämpfe in Sehnde (fast alle ersten Plätze gingen an den TV Eintracht) und Veranstaltung eines Theaterabends. Eine besonders hohe Teilnehmerzahl von 53 Aktiven war beim Jahres-Abschluss-Schwimmen am Start.

1931
Bei der Generalversammlung wurden sieben Personen in den Gesamtvorstand gewählt. Der Verein beteiligt sich mit acht Bausteinen an der Errichtung des Borsumsaals der Kirchengemeinde. Teilnahme am Schwimmfest in Harsum und am Steinhuder-Meer-Schwimmen sowie beim Bezirks-Sportfest in Algermissen. Wegen eines Umzuges trat der 1. Vorsitzende Fr. Winnefeld zurück. Die „Deutsche Turnerschaft“ rief zum freiwilligen Arbeitsdienst auf, zwecks Bereitstellung von 20.000 Reichsmark für arbeitslose Turnbrüder.

1932
Das Amt des 1. Vorsitzenden nahm jetzt Ludwig Stiltz ein. Die Wasserball –Mannschaft wurde Kreismeister, die Handballer Bezirksmeister, desgleichen die 1. Mannschaft im Faustaball. Die Läufer-Staffel mit Wagner, Pohle, Sandvoß, Stiltz siegte beim Bezirks-Sportfest in Algermissen. Vier Teilnehmer starteten beim Langstreckenschwimmen im Steinhuder Meer. Otto Naundorf wurde zweiter über 3.400 Meter in 53:00,00 Minuten. H. Meyer und H. Knigge belegten als 19. bzw. 21. hervorragende Plätze. Beim Weser-Strom-Schwimmen erreichte Otto Naundorf mit 25:30,00 Minuten den 1. Platz. Die 4 x 50 Meter Freistilstaffel wurde Bezirksmeister. Die Gemeindebadeanstalt entsprach nicht mehr den Regeln des Sportbetriebes, so dass neue Pläne für eine vereinseigene Anlage erörtert wurden.

1933
Die „Deutsche Turnerschaft“ stand hinter den Zielen der „Nationalen Regierung“. Deshalb wurde „Wehrsport“ in den Vereinen eingeführt. Ferner waren Pflichtturnjahr, Gleichtracht und „Arierparagraph“ zu beachten. In der Hauptversammlung wurde Ludwig Stiltz zum 1. Vorsitzenden ernannt. Jüdische Mitglieder mussten aus dem Verein ausgeschlossen werden. Daraufhin legten Ludwig Stiltz und der 2. Vorsitzende Ferdinand Eisner am 31. Mai ihre Ämter nieder. Bei der nächsten Zusammenkunft am 4. Juli trat L. Stiltz aber wieder als 1. Vorsitzender an. Die Badeanstalt wurde den Forderungen des Verbandes entsprechend ausgebaut.

1934
Der 1. Vorsitzende wurde nun „Vereinsführer“ genant. Auf Grund der politischen Lage war ein erheblicher Rückgang in der Mitgliederschaft zu verzeichnen. Die Turnerinnenabteilung verzeichnete eine Schrumpfung auf drei Personen. Totale Ebbe in der Vereinskasse. Um den Sportbetrieb wieder zu beleben, wurden umfangreiche Werbeaktionen durchgeführt: z.B. eine Werbewoche „Gesunde Frauen durch Leibesübungen“. Einladungen gingen an alle Parteiorganisationen.

1935
Die Werbung hatte Erfolg: Die Damenabteilung zählte wieder 30 Aktive. Der Kassenbericht wies Einnahmen von 485,86 Reichsmark, sowie Ausgaben von 344,26 Reichsmark und damit den Bestand von 141,60 Reichsmark auf. Die Einheitssatzung für die dem „Reichsbund für Leibesübungen“ angeschlossenen Vereine wurde eingeführt. Bei allen Veranstaltungen kam es zur Sammlung eines „Sportgroschen“ für die Olympischen Spiele in Berlin.