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1892/1893
Aus Begeisterung am Turnen fand sich eine kleine Gemeinschaft von Bürgern zusammen, um die Idee des Turnvaters Jahn auch in Sehnde in die Tat umzusetzen.

1894
Im Oktober gaben sich die Turnbrüder eine Satzung und eine Turnordnung. Damit war die Gründung unseres heutigen Vereins vollzogen. Die Turner der ersten Stunde waren: Heinrich Harpke, Gustav Wiebrock, ?. Tunert, W. Krüger, A. Wolff, H. Kornacker und H. Osterwald.

1904
Im Sommer stifteten die Frauen und Turnerinnen eine Fahne mit der Inschrift: „Ein freies Volk voll Einigkeit und Kraft sei Panier der Deutschen Turnerschaft“. Das nunmehr altehrwürdige Vereinssymbol begleitet uns noch heute bei besonderen Anlässen.

1914/1918
Durch den Ersten Weltkrieg kam das Vereinsleben zum Erliegen.

1919
Bei Wiederaufnahme des Turnbetriebs nach dem Krieg war der Verlust von 18 Turnbrüdern zu beklagen: Heinrich Gremmel, Wilhelm Hoffmann, Hermann Sachteleben, Franz Reher, August Holzkamp, Otto Rühmkorf, Wilhelm Hasenbein, Karl Amme, Fritz Plinke, Karl Schabram, Wilhelm Schröter, August Kornacker, Gustav Hartwig, Ewald Hapke, Ernst Wittenberg, Ludwig Stamme, Friedrich Oelkers und Fritz Berger jun.. „Mit Gott“ so begann am 12. April das erste überlieferte Protokollbuch. Es wurde geturnt und Fußball gespielt. Die Fußballabteilung musste aus verbandsrechtlichen Gründen als „Sportfreunde des MTV – Eintracht Sehnde“ mit eigener Satzung auftreten. Das Programm zur „Jugendpflege“ wurde beschlossen. Im September wurde das 25-jährige Jubiläum gefeiert.

1920
Neben dem normalen Sportbetrieb wurden auch Vereinsvergnügen mit Schauturnen ausgerichtet. Die Eintrittspreise betrugen damals 2,00 Reichsmark für Erwachsene und 1,00 Reichsmark für Kinder. Als Tanzgeld für Damen 2,00 Reichsmark und für Herren 3,00 Reichsmark zu entrichten. Für eine straffe Vereinsführung sprach der einstimmige Beschluss: Wer nicht zum Turnen erscheint, wird als Mitglied gestrichen! Die Fußballspieler „Sportfreunde des MTV Eintracht Sehnde“ lösten sich vom TVE. Dieses führte zur Gründung eines neuen Vereins in Sehnde.

1921
Bisher hatte man die Beiträge an den jeweiligen Zusammenkünften kassiert. Auf Versammlungsbeschluss soll nun ein Bote die Aufgaben übernehmen. Die Gebühr betrug hierfür 25,00 Reichsmark. Angaben über Fristen und Beitragshöhe liegen nicht vor. Bei einem Vereinsvergnügen am 18.09 wurde das Eintrittsgeld für Damen auf 4,00 Reichsmark und für Herren auf 5,00 Reichsmark festgesetzt.

1923
Aufzeichnungen besagen, dass der Monatsbeitrag den Kosten eines Glases Bier entsprochen haben soll. Zu diesem Zeitpunkt begann die Inflation (Die Preisangabe fehlt leider)

1924
Nach einer längeren Unterbrechung des Sportbetriebes rief Turnwart Nolle wieder zu Aktivitäten auf: 33 Mitglieder folgten diesem Ruf. Von nun an ging es stetig aufwärts. Die Mitgliedsbeiträge wurden erneut festgesetzt, und zusätzlich mussten für unentschuldigtes Fehlen 25 Pfennig, für Zuspätkommen 10 Pfennig „Strafe“ gezahlt werden. Gleichzeitig wurde die Mitgliedschaft in der „Deutschen Turnerschaft“ beantragt. Auszug aus dem Protokollbuch vom 07. Juli 1924: Ein Mitglied, welches über die Vorgänge in unseren Versammlungen dritten Personen gegenüber Angaben macht, wird sofort – wer er auch sei – aus dem Verein gestoßen.

1925
Der Mitgliederstand wies 52 Turner, 58 Passive und 32 Knaben auf. Eine Damenabteilung (21 Turnerinnen) sowie eine Faustballabteilung (Herren) wurden gegründet. Zur Teilnahme am Bezirk-Turnfest in Lühnde erfolgte der Abmarsch um 6 Uhr morgens. Im September fand ein Sportfest in Sehnde mit dem „Hermannslauf“ statt.